Blogumzug

Mein Blog zieht aus technischen Gründen auf http://keinnaturtalent.wordpress.com/ um.

Is noch nich ganz fertig, aber hier wird es auf dauer keine Aktualisierungen mehr geben.

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Frauen können growlen..

…und damit meine ich nicht nur Angela Gossow.

Ich mag ja Musik sehr gerne. Punk. HipHop. Industrial. Aber eben auch Metall.

Was mich immer etwas wurmt, ist wenn ich das Gefühl habe, dass irgendwo nur Männer* rumlaufen.

Sänger, Schlagzeuger, Gitarristen… – auch bei den Nachwuchsbands die es so bei uns in den freien Proberäumen in Limburg gibt – der Frauenanteil ist einfach sehr sehr klein.

Da ich glaube, dass das Prinzip des „Guck mal da macht es jemand vor, das funktioniert, du kannst es selbst also auch machen.“ ein sehr sinvolles ist, habsch mal angefangen Metallbands mit weiblichen Bandmembern (vorallem Sängerinnen) zu sammeln.

Arch Enemy – dürften die meisten kennen. Schliesslich hat Angela Gossow bewiesen, das Frauen growlen können. Ich hatte da vorher als jüngeres Mädel tatsächlich Zweifel dran.

Sie hat jetzt aber aufgehört – deswegen will ich gleich mal mit ihrer Nachfolgerin weiter machen.

Alissa White-Gulz. Natürlich wird sie in meinen Augen niemals so gut wie Angela Gossow sein. Aber im Endeffekt hat sie einfach ihren eigenen Stil, den sie aus der Band in der sie davor war mitbringt. „The Agonist“ – darf gerne mal angehört werden (kannt ich selbst vorher nich).

Kittie – Die Frauen-Metall-Band schlechthin. Naja – zumindest war sie es in den 90gern. Den Stil muss man mögen. Ich erwähne sie vorallem deswegen, weil keine Aufzählung ohne sie vollständig wäre. Mittlerweile schon lange nicht mehr in Stammbesetzung und es ist einfach nicht mein Stil, aber wie gesagt: Pionierinnen des Metall.

Jinjer – Absolute Hörempfehlung. Meine Tätowiererin hat sie mir gezeigt. Ukrainische Band mit ner Sängerin die Growlen und Singen kann. Von Softeren Parts über schönes agressives is alles mit dabei. Ich höre sie erst seid 4 Tagen, aber bin ein wenig verliebt.

Astarte – eine „All-Female-Metallband“ wie Kittie. Sie kommen aus Griechenland und ich find sie gut – allerdings sollte man auf agressiveren Metall stehen. Auf dem Metallum Profil wirds als Black-Metall bezeichnet. Politisch kann ich sie leider nicht einsortieren und hab nich genug Infos gefunden, aber sie haben zusammen mim Dimmu Borgir Sänger ein Lied gemacht – was mich tendenziell immer ein wenig vorsichtig werden lässt – also nur bedingt ne Empfehlung.

Otep – gehört glaube zu den bekannteren Bands der Liste hier. Etwas Mainstreamiger und harmloser aber: definitiv hörbar. Wer auf härteres Gebretter steht wird eher enttäuscht, aber ich liebe sie für die sehr unterschiedlichen Stile die sie machen und einfach weil man merkt, dass die Leute ihr Handwerk verstehen. Bisheriges Lieblingslied: Fists Fall. (btw – auch ne Empfehlung meiner Tätowiererin)

Raffaella Rivarolo – ist keine Band. Sondern ne Sängerin. Ich hab sie über die Band Cadaveria entdeckt. Das is eher für die Melodramatischeren, Schwermütigen. Aber durchaus nich schlecht. Als ich nachgeschaut hab hab ich nich mehr so ganz geblickt, ob sie jetzt vorallem Solo oder mit Band unterwegs is – deswegen habsch sie mal extra erwähnt. Wer auf mehr so die Oldschoolmetallschiene mit Tragik steht – anhören.

Infected Rain – ich glaube sie kommen aus Moldavien. Wieder etwas softer, aber krasse Sängerin und gute Songs. Vorallem Stop Waiting hats mir bisher angetan. Sauberer Gesang, Growlen, bei dem man noch Text versteht und nicht zu quietschig.

Matriarch – die „All-Female“ Band aus Puerto Rico darf allein wegen ihrem Namen eigentlich nicht fehlen. Ich fand sie ziemlich großartig beim ersten hören – bis die Sängerin leider Operngesangstyleparts eingebaut hat. Steh ich nich sonderlich drauf, aber ansonsten sind se ne solide Blackmetall Band. Wem Nighwish gefallen hat, aber zu seicht war, sei diese Band empfohlen.

 

Als ich nach Infos zu Matriarch geschaut habe bin ich auf diese Seite gestossen. Sie nennt sie Metaladies – hättsch die mal vorher entdeckt. Ich geh da jetzt drin rum wühlen und mich über die ganzen neuen Bands die ich da entdecken kann freuen und hör dann mal auf hier weiter noch Bands zu empfehlen, die man da wahrscheinlich schon alle ganz gut findet…

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Programme sprechen lassen, aber wofür?

…warum ich Programmiersprachen als extra Unterrichtsfach nur Bedingt für „die Lösung“ halte.

Seid Jahren gibt es die Debatte um das Thema, wie im Bildungssystem hierzulande der Umgang mit Medien und der zusammenhängenden Technik geregelt werden kann. Unter anderem gibts die Forderung Programmiersprachen als Pflichtfach ein zu führen.

Nen Blogtext der es ganz kurz umreißt und auf andere spannende Sachen verweißt findet ihr hier, den Anstoß im Endeffekt hat aber der Text hier gegeben, der das Thema halt mal wieder aufrollt.

Nun finde ich den Ansatz nicht schlecht. Glaube aber, dass er ein bisschen was überspringt.

Technikeinschliessender Unterricht

Jede_r in meiner Umgebung unter 22 hat ein Smartphone. Viele haben nicht mal mehr PCs. Benutzt wird es ständig.

1. Den Unterricht können sich viele Lehrer_innen im Prinzip auch sparen – es hört ihnen eh keine_r zu. Klar – das war auch in der Zeit vor dem Smartphone so, aber jetzt reden halt nicht mehr die Schüler_innen miteinander sondern schreiben sich in der WhatsApp internen Klassengruppe ö.ä. – schlimmer wirds dann immer, sobald die Lehrenden noch ein gewissen Technikfremdeln zeigen. Dann nimmt sie eh kein_r mehr ernst.

Meiner Erfahrung in der Berufsschule nach wird den Lehrer_innen zugehört, die das ganze in den Unterricht integrieren. Wir wissen irgendwas nicht? – kann mal jemand kurz googlen? (das mit der Kritik an Google wäre dann ein 2. Schritt). Einer hat ein Tablett – alle Vorträge und erarbeiteten Sachen werden damit abfotografiert und auf die Leinwand gebracht. Der Sitzplan is digital und wenn jemand mist baut wirds da für jede_n ersichtlich eingetragen etc. Das sind kleine Ansätze, aber sie scheinen in Teilen zu funktionieren.

Meines Erachtens wäre also der 1 Schritt: ein Lehramtsstudium muss Medienkompetenzmodule enthalten (neben der entsprechenden pädagogischen Handhabe versteht sich). – Ich habe allerdings zu wenig Ahnung von Universitären Prozessen um da qualifiziert meinen Senf zu zu geben.

Der Autor spricht das zwar in seinem Text an – aber eher so, als ob das ja irgendwie selbstverständlich wäre. – Isses meines Erachtens nicht. Weil wer macht denn die Politik die entscheidet was wo umgesetzt wird? Leider nicht die Menschen von denen ich einen solch selbstverständlichen Umgang mit Technik erwarte….

Kritischer Umgang mit Mediennutzung

Wenn dann mal mit Medien umgegangen wird, hört man maximal aus ner Gymnasialen Oberstufe, dass Wikipedia keine Quelle ist, die angegeben werden darf. Finde ich schonmal nich ganz doof, aber is halt auch echt nicht alles. Wenn ich mal wieder meine Berufsschulklasse als Referenz benutzen darf, dann haperts an so vielem mehr: Umgang mit Suchmaschinen – wie finde ich sinnvolleres als nur Wikipedia, Umgang mit fremden Daten – was darf ich wofür eigentlich verwenden und wo finde ich diese Hilfe, Umgang mit eigenen Daten – welche Daten gebe ich von mir wo preis….

Im Prinzip könnte es mit „Hilfe zur Selbsthilfe“ überschrieben werden. Auch wenn man mit dem Zeug aufwächst und gewissen Dinge Intuitiv bedienen kann, heißt das noch lange nicht, dass das weiter als bis zum Oberflächen Ankratzen reicht. Und ich glaube auch, dass bevor Schüler_innen etwas vorgesetzt wird, es nicht schadet zu sehen wofür was gemacht wird.

Hardware und Software

Jetzt kämen wir zu dem Punkt mit der Programmiersprache. Ich würde sie aber in gleichwertiger Verbindung auch mit der Hardwarenutzung bringen. Warum funktioniert technisch eigentlich was und wie? Nur weil ich weiß wie die Grundstruktur von Programmieren funktoniert bleibt doch trotzdem für mich das eigentliche Funktionieren von Datenübertragung Zauberei. Und ich glaube dafür brauchts aber auch keine eigenen Unterrichtsfächer. Sowas lässt sich hervorragend in Naturwissenschaftsunterricht einbauen, bzw das Programmieren in alle Unterrichtsfächer.

Warum nicht als Klassenprojekt für Mathe mal ein Programm zum Satz des Pythagoras programmieren?

Womit wir aber auch wieder beim Problem wären, dass wir 1. Lehrer_innen bräuchten die die Grundlagen von Programmieren beherrschen und 2. Zeit in der Schule, um auch mal nen Monat ein zu schieben um eine entsprechende Sprache mit den Schüler_innen in ihren Basics zu lernen. 3. Geld, um Lehrer_innen in die Fortbildungen zu schicken, die Ausstattung zu bekommen usw. Mein größter Grauss wäre, dass dann noch mehr Konzerne Platz in der Bildung bekommen. (Mein Unterricht zum Thema Atomenergie powerd bei RWE war einfach Oscarreif…)

Aber hey – der der Große Haken an der Debatte ist ja eigentlich: Schüler_innen sollen mehr und mehr lernen, in immer weniger Zeit, von meist komplett unterqualifizierten und überforderten Lehrkräften, die nach spätestens 10 Jahren keine Lust mehr haben, weil ihnen nicht nur demotivierte Schüler_innen aufn nerv gehen, sondern auch Übererwartende Eltern und Betriebe, die denken, ihre Kinder/Auszubildenden kommen da raus und können dann alles. Nebenbei wird dann noch ständig die Schulform geändert. (Wobei ich das sich wehren gegen G8 im Gegensatz zu Herrn Lumma aus dem oben angegebenen Text auch als wichtig erachte) – gleichzeitig sind wir aber alle nicht Ausbildungssreif, werden ja immer dümmer, was man sich als Schüler_in/Auszubildende_r eben nicht alles anhören darf.

Bitte baut doch Lehrpläne so um, dass es nicht mehr wird, sondern dass ich da am Ende rausgehe und weiß wie ich mein Handwerkszeug nutze und nicht nur Fachwissen einen Tag nach der Klassenarbeit wieder auskotzen muss, weil neues rein muss.

 

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Lieblingspodcasts

Ich habe schonmal nen Text zu Flatter und Lieblingspodcasts geschrieben.

Hab aber das Bedürfnis nochmal ein paar zu ergänzen.

N00bcore.
Wie der Name schon sagt: ein Podcast für n00bs. Also für Menschen die Keine Ahnung haben. In diesem Falle von Computern. Einfach anhören und danach wissen was ein Internet ist.
In einer Sprache das ich halt auch verstehe worum es geht. Fiona – die Podcasterin – stellt halt auch einfach alle Fragen die man sich so wünscht, wenn man mal nen Begriff nicht verstanden hat. Ich höre mir dann Folgen auch gerne mal 1-2 Mal an, einfach weil ich auf Anhieb mir nich alles merken kann. Aber es macht Spaß, ist spannend und danach fühlt man sich unglaublich schlau. Und schlau fühlen is ein tolles Gefühl.
Hier is der Link zur Hauptseite

vorgedacht und vorzeiten
Sind zwei Podcasts über Philosophie und Vorgeschichte in kleinen Häppchen. Von der gleichen Macherin. Deswegen hier zusammen. Mit Folgen so um die 20min bei vorgedacht – der vorzeiten is auch mal länger. Schön und angenehm an zu hören. Einfach mal so zum dösen in der Bahn, aber Manchmal auch, weil man einfach Lust hat zu denken und sich zu informieren, aber nicht zu lesen. Ich glaube wenn man alle bisher erschienenen Folgen gehört hat ist die Philosophiegrundbildung und ein Grundlegender Einstieg in Kulturgeschichte getan. Und entgegegensetzt des Vorurteils gegenüber Philosophie und Geschichte finde ich die Podcasts alles andere als Trocken. Einfach mal reinhören: vorzeiten,vorgedacht.

spoileralert
Der Podcast ist nichts für Menschen die es hassen vorher schon das Ende eines Buches zu kennen. Aber ich mag das ja. Hier werden Bücher besprochen – häufig auch weil grade ein Film dazu rausgekommen ist, zB wie die Tribute von Panem. Ausserdem ist es einfach schön manchmal scon gelesenes einfach nochmal erzählt zu bekommen und sich wieder an schöne Details in den Büchern zu erinnern – was mir vorallem bei der Besprechung vom Goldenen Kompass so ging.
Sie sind manchmal etwas langwieriger – und ich glaube tatsächlich nich für alle was. Aber sie machen Spaß. Meine Lieblingsfolge is übrigens die wo Stanislav Lems Sternentagebücher besprochen wird.
Hier der link.

So. Bei Gelegenheit dann mal wieder mehr.

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Bier in Frankfurt Teil 2: Die Bierbotique

….oder: Liebe auf den ersten Blick.

Im Teil 2 meiner Kategorie „Bier in Frankfurt“ möchte ich euch die Bierbotique Ölwechsel vorstellen.

Teil 1 findet ihr hier.

Die Bierbotique existiert schon lange. Ich habe häufiger schon gehört, dass es sie gibt. Aber viel erwartet hatte ich mir nicht. Dann hab ich endlich mal auf die Homepage geschaut und dann wurde ich doch etwas neugieriger. Bier Verkauf in ner Autowerkstatt. Einfach weil der Mensch Bier liebt. Sympathisch.

Zu finden is die Bierbotique in Bockenheim, inner Seitenstrasse von der Leipziger. Also relativ Innenstadt nah. Basaltstrasse 21. Regelmäßige Teilnehmer_innen der Luxemburg Liebknecht Demo kennen die Strasse, weil in der Nachbarschaft die Legendäre Friedensrede von Luxemburg gehalten worden ist.

Wichtiger Hinweis: der Laden is in nem Innenhof, also leicht zu übersehn.

Wenn man reinkommt sieht man als erstes nen schönen alten VW Bus und auf der rechten Seite das Bierregal.
Nicht groß. Nicht viel.
Vielleicht 30 Biersorten zu verkaufen.
Aber eine Bierauswahl die glücklich macht. Von fränkischen Kleinbrauerein über belgisches Geuze ist alles dabei. Und wenn man Glück hat, steht der Bierliebhaber in seinen Arbeitsklamotten von der Autowerkstatt grade vor diesem Regal und erzählt interessierten Zuhörer_innen grade die Geschichte von Indian Pale Ale.

Die Preise sind fair – er verdient nämlich nicht wirklich dran – aber natürlich Spezialitätenmäßig halt teurer, als die 65cent für Hansapils.

Zu dem gibts nicht nur den Verkauf, sondern auch ab und an Biervekostungen, die auf der HP angekündigt werden.
Ich werde auf jedenfall mal eine besuchen.

Also: großartiger Laden. Geht hin 🙂

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Mein Leben ist kein Kitschroman….

…oder: komische Reaktionen auf eine noch komischere Veränderung in meinem Leben

Ich bin in ner Hetero-monogamen Beziehung.
Das entspricht alles anderem, als dem was ich mein Lebenskonzept nennen würde.
Aber hey – ich bin verliebt. Und dann macht man Dinge die man sich nicht zugetraut hätte.
Grade isses auch genauso schön wies ist.

Nun ja. Normalerweise habe ich halt vorallem keine Monogamen Beziehungen. Und auch mittlerweile eigentlich auch lieber nicht mit Männern.

Die Reaktion meines Freundeskreises war von: „OK“ bis „OMG du und monogam? o.O“ eigentlich alles. Is ja auch in Ordnung.
Nich so cool fand ich folgende Reaktion:
„Endlich hast du jemanden gefunden – ich freu mich so für dich.“
„Naja mal schaun, is halt nich einfach für mich mit nem Mann und monogam“
„Wenn man DEN Richtigen gefunden hat, hat man nicht mehr das Bedürfnis mit anderen ins Bett zu gehn, keine Sorge.“

DER Richtige. Wie absurd das schon klingt. Ich leb nich in nem scheiß Kitschroman: das ist Realität. Und Fackt ist: ich habe einfach das Konzept der Monogamie nie verstanden. Mich juckt es einfach nicht wenn mein_e Partner_in mit jemandem anderen ins Bett geht. Affairen und One-night-Stands sind für mich halt eigentlich nicht mal Fremdgehen bzw erwähnenswert (solange verhütet wird). Der Punkt wo ich von meinen Partner_innen informiert werden will, is wenns was „ernsthafteres“ gibt – einfach weil es dann ja auch die eigene Beziehung tangiert.

Was mich an der Reaktion meiner Freundin verletzt hat war, dass sie mich offensichtlich nicht ernst nimmt. Weder in meiner Bi*sexualität (*ich weiß nich genau welche Schublade ich jetzte bin) – ich brauch nur nen Typen, dann wird schon alles gut – noch in meiner nicht-Monogamie.
Das nervt.
Grade bei ihr habe ich das permanente Bedürfnis rumzulaufen und ein großes Schild hoch zu halten mit „Ich bin aber nicht Heterosexuell“ oder „Nein, mein Lebenstraum ist nicht Hausbauen und Kinderbekommen mit einem Menschen.“

Es verletzt nicht ernst genommen zu werden, in dem was man ist/empfindet/begehrt.
Wenn ich sage, dass ich Bi bin. Dann bin ich das, auch wenn ich mit nem Typen zusammen bin. Genauso wie ich nich „rein“ lesbisch werde, wenn ich mit ner Frau zusammen bin.

Das scheint nur wenigen bewusst zu sein. Weder Heten noch der Schwulen/Lesbenszene (natürlich gibts ausnahmen).
Einer der Gründe warum ich da immer Abstand genommen habe ist halt auch, weil ich mich immer nicht ganz ernstgenommen gefühlt habe. So nach dem Motto: Du bist keine richtige Lesbe.

Hm ja Danke.
Macht doch sowas nicht bitte.
Fühlt sich scheiße an.

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Bier in Frankfurt Teil 1: Bier Hannes

Ich mag Bier. Mit vorliebe Craft Bier(1). Und vorallem Indian Pale Ale(2).

Es nervt mich, dass ich in Kneipen eigentlich kein gutes Bier bekomme. Meistens gibts nicht mal Abwechslung.
Warum zur Hölle sollen alle Menschen die gleiche Plörre von Bier trinken?
Becks gibts zB überall. Aber lecker is halt echt anders und guter Hopfen oder Malz ist nicht drin. Auf Dauer hängts zum Hals raus – und dann soll ich da noch 3€ für zahlen. Das so dreist.

Nun ja. Genug des Pöbelns. Es gibt schliesslich Alternativen zum tristen Bieralltag – auch in Frankfurt. Und ich habe angefangen dort Hausbesuche ab zu statten.

Ich möchte euch in der Kategorie „Bier in Frankfurt“ von den Besuchen berichten.
Wenn ihr noch neue Läden entdeckt könnt ihr sie mir gerne bei Twitter @neijian schicken.

Bier-Hannes

Die erste klein Brauerei, die ich hier gefunden habe war der Bier Hannes.
Deswegen wird sie hier auch als erstes Vorgestellt.

Sie brauen selbst. Meines erachtens vorallem ein hervorragendes Märzen und ein leckeres Zwickl Pils. Insgesamt 8 Sorten (davon 4 Saisonal). Verkauft wird das ganze im eigenen Restaurant und Getränkehandel. Das Restaurant ist etwas teurer und eher deftige Küche. Also nix für Veganer_innen und eher mäßig für Vegetarierer_innen.

Was mich in Bezug auf die Brauereri besonders freut: auf Nachfrage wurde gesagt, dass es dieses Jahr noch 4 weitere Sorten geben soll (Originalzitat aus der E-Mail): „No.1 – Obergäriges Craftbier mit unglaublich Fruchtigen Charakter und No. 2. bis 4. – Ist noch Geheim wird aber klasse.“ Das heißt, ich werde wohl demnächst wieder hin müssen.

Das schöne an dem Getränkehandel: es gibt noch mehr eher unübliche Bierauswahl, vorallem aus Bayern – Allerdings wohl bewusst eher deutsche Braurten und zB kein Belgisches.

Die Lage ist leider nicht sehr zentral, aber so ne Fahrt mit der 11 zur Alten Post in Fechenheim kann ein schöner Ausflug sein. Und mit dem frisch gekauften Bier kann man sich bei schönem Wetter direkt an den Main setzen 🙂

Wer also keine Angst vor Fechenheim, einem etwas weiteren Weg und einem etwas knorzigen Getränkehändler hat – auf zum Bier Hannes.

(Der Bier-Hannes liefert auch Getränke: aber irgendwie finde ich das bei gutem Bier stillos.)

(1)erklärung hier: Bierlexikon über Craft Bier
(2)Wikipedia erklärts ganz gut: Indian Pale Ale

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von Rassismus und der eigenen Doppelmoral

neulich auf der Arbeit.
Kollege: „XY wurde gefeuert“
Ich „Eigentlich nich cool. Aber wird angenehmer in der Abteilung – is halt ein ganz schöner Nazi“
Kollege: „Zu mir war er halt eigentlich immer korrekt“
Ich: „Naja, aber seine Sprüche waren schon hefitg und über den italenischen Kollegen ist er immer voll hergezogen“
Kollege: „Der is ja aber auch hinterhältig wie sau. Mir is so wer wie XY eigentlich lieber, weil er mich wenigstens korrekt behandelt hat. ZÄ behandelt mich ja im Dauerlauf wie scheiße – und nicht nur mich – mit dem verstehst du dich ja hervorragend.“
Ich: „Stimmt, der is schon hefitg – grade wie er den türkischen Kollegen behandelt hat.“
Kollege: „Siehste – der redet halt nich nur drüber, der is auch einfach scheiße zu uns – da sachste nix.“

Der Kollege ist schwarz.
Ich nicht.
Ich mag jemanden nicht weil er rassitische Meinungen vertritt.
Der Kollege sortiert nicht zwangsweise nach Meinungen, sondern danach wie er behandelt wird.
Ich bin höflich und nett zu dem Kollegen der ihn – aus offensichtliche rassitischen Gründen – scheiße behandelt.
Das nennt sich wohl Doppelmoral.

Mich hat das Gespräch ganz schön zum nachdenken gebracht, weil mein Mitleid mit nem Menschen komplett zu Ende war, wegen ner Meinung, aber ich mich mit jemandem verstehe der nich nur ne Meinung die übel is vertritt, sondern auch so handelt.

Vorallem: es ist mir nicht mal aufgefallen. Warum? Weil ich nicht betroffen bin.

Wie ich damit weiter umgehe?
Keine Ahnung.

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geliebter Wortfetisch

Spanbrechernut.

Der Lehrer sagt das so unbedarft.
Ich liege lachend aufm Boden und kicher die nächste halbe Stunde vor mich hin.
Ich habe die witzigstens Musikvideo Stellen von Cradle of Filth im Kopf während Danny Filth „Spanbrechernut“ grölt.
Meine Klasse hält mich für verrückt. Wahrscheinlich nich nur die.

Evolvente. Evo-lvente. Evolv-ente. Ivolv-ente. Involv-ente. involve Ente.

Sobald jemand evolvente sagt habe ich direkt ne knuffelige kleine Ente im Kopf, die mit nem Plakat in der Hand wo „involve Ente“ draufsteht durch die Gegend zieht und Freunde sucht.

Sowas passiert mir ständig.

Wörter, Begriffe, Sätze.
Werden automatisch zu Comics, Abenteuern, Bildern, komischen Szenen in meinem Kopf.

Der Stromkreis wird von der mutigen Piratin Ampere, die durch den Stromfluss mit ihrem Schiff schippert, erkundet, die Ringmutter steht im Ring und boxt sich und bei nem Wendeplattenfräser bilden sich vor meinem Auge schönste Ostplattenbausiedlungen.

Ich mag das. Es macht das Leben schöner. Witziger.
Leider habe ich wohl wenige Menschen mit dem gleichen Humor um mich rum.
Deswegen habe ich versucht das Bedürfnis, die Dinge über die ich mich freue, anders zu kompensieren.

Ich habe angefangen damit zu lernen.
Das Interview mit einem Fräser hier auf dem Blog, oder auch meine Zeichnungen zu Toleranzen (aufm Tumblr-Blog) sind Ergebnisse davon.
Ich habe angefangen Geschichten zu schreiben, Bilder zu malen und Gedankenschlösser zu bauen.

Ich kann jederzeit in mein Schloss gehen, den Vorplatz mit den Baseballspielern auf dem Baseballfeld durchschreiten (Spielweisen der Spieler sind die verschiedenen Steuerungsarten), den kuschelig gemütlichen Raum mit den Drehmaschinenbauteilen wo zB meine Oma sitzt und mit nem Stock ne Flachsspindel anstupst (Sinnbild für den Spindelstock) oder in den Coffeshop wo am laufenden Band gekifft wird und jede_r Bewohner_in andere Jointverdichtungsangewohnheiten hat (Es gibt, Schrauben, Kolben, Membarn und Exenterverdichter ; ).

Gelobt seien all die Worte die komisch, absurd und witzig klingen.
Ohne sie wäre meine Ausbildung so viel langweiliger – und meine Zwischenprüfung wohl schlechter ausgefallen.

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OiOiOi.

Die Skins und die Unpolitik.

Ich mag Skinheads. Zumindest die Subkultur. Ein wenig fühle ich mich ihr auch zugehörig bzw heimisch.

Und für alle dies noch nicht mibekommen haben: nein Skinheads sind nicht per se Nazis. Nazis werden Boneheads oder im Zweifel noch Nazi-Skins genannt, aber letzteres mag ich eigentlich auch nicht.
Die Historie der Skinheads hatte in den Gründungsjahren „the golden 69“ nix mit rechtem (vorallem rassistischen) Gedankengut zu tun. Die Größen der Szene waren Laurel Aitkin oder The Selecter, die Musik – der Ska.
Die Rechte Welle hatte ihren Anfang Ende der 1970ger und ihren traurigen berühmten richtigen Beginn mit dem 2. Album von Screwdriver und dem Arsch Ian Stuart – eine der größen der späteren White-Power-Bewegung.
Ja – danach ist Skinhead zu einem Synonym für Nazi geworden, weil nach und nach immer mehr Nazis im Skinheadoutfit rumliefen – auch weil irgendwann per se bei rechter Gewalt immer von Skins geredet wurde. Aber: Es gab Gegenbewegungen zB der Rash (Red an Anarchist Skniheads) und Sharps (Skinheads against racial prejudice) und es gibt sie immer noch.

Das nur mal so vorne weg. Wer sich über das Thema Skinheads noch weiter informieren will kann sich übrigens gerne mal die Dokumentation „Skinheads“ von Klaus Farin oder „Skinhead Attitude“ anschaun. – Ansonsten: Google ; )

Nun zum eigentlichen Thema. Die Oi-Szene. Und die Unpolitik.

Oi-Skins nennen sich selbst unpolitisch.
Sobald ich (und ich glaube es geht vielen anderen auch so) das Wort unpolitisch höre gruselts mich. Häufig genug steht nämlich hinter dem „unpolitisch sein“ ein – mir doch egal, ob da jemand rassistisch/sexistisch/homophob is. Und eigentlich trinkt man ja auch mit Nazis. Durch so Bands wie Fr.wld kann man das Wort „unpolitisch“ ja fast schon mit „patriotisch-rechtsoffen“ übersetzen.
Aber.

Der Begriff „unpolitisch“ hat mehrere Bedeutungen.

Für mich bedeutet Politik immer auch das Leben in meiner Umgebung, meinem Umfeld. Alles ist irgendwie politisch, weil wir nun einmal nicht in einem wunderschönen gerechten Utopia leben, sondern Rassismus halt einfach existiert. Wenn jemand zu mir also sagt „ich bin unpolitisch“ heißt das für mich so viel wie :“Hallo – für mich gibt es keine Diskriminierung auf dieser Welt, nur Rosa Ponys und Liebe“ – sowas ärgert mich.
Nun kenne ich aber mittlerweile genug Menschen die mit dem Wort „unpolitisch“ was anderes meinen. „unpolitisch“ als Begriff für „Mit geht institutionelle, organisierte Politik aufn Sack und am Arsch vorbei und wenn mich jemand vor seinen Karren spannen will, mach ich halt nicht mit“ Das heißt nicht, dass dieser Mensch nicht auch die Klappe aufmacht, wenn jemand nen scheiß rassistischen Spruch drückt. Für mich wäre dieser Mensch damit politisch – aber das dann wohl ansichtssache.

Ich frage mittlerweile nach, wenn sich jemand unpolitisch nennt. Danach kann ich immer noch rabiat werden. Aber ich stelle für mich, grade in letzter Zeit, einfach häufig fest, dass viele Menschen sehr andere Begriffsdefinitionen haben.

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